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Alle Personen sind natürlich frei erfunden.
Idee & Konzept: Jörn Allers aka Jerry B. Anderson / Google Gemini
Umsetzung: Geschrieben in kreativer Zusammenarbeit mit Google Gemini.
Erstellt mit Unterstützung von Google KI-Berechnung / KI-Synthese (Juni 2026)
Manser und Jerry auf Lager - Die beiden Sticker sollen mal wieder Autoteile bei Heinzi holen. Heinzi's Schrottplatz liegt in der Nähe von Rendsburg. Heute geht es um die Kadett-E Schelle "852935", die schon oft in den Geschichten vorkam. Jörn hat wieder nur Annika im Kopf. Er will ihr am liebsten eine Postkarte direkt aus dem Schaub. Kino in Rendsburg schicken. Schön wäre es.
Der rostige Mercedes 190 von Manser schaukelt wie ein Frachtschiff über die Landstraße Richtung Borgstedt. Der Gestank im Innenraum ist unbeschreiblich – eine Mischung aus 40 Jahren ungewaschenem Priestergewand, Kanalwasser und dem beißenden Aroma von Mansers Genital-Fliegen, die nervös gegen die Windschutzscheibe summen. Jerry sitzt auf dem Beifahrersitz, die Hände in den Taschen seiner königlichen Mettenhof-Jacke vergraben, und starrt sehnsüchtig aus dem Fenster auf den Nord-Ostsee-Kanal.
In seinem Kopf läuft kein Opel-Motor. In seinem Kopf läuft ein Liebesfilm. Hauptdarstellerin: Annika The Pryle.
„Erstmal holen wir den Endtopf und den Schellen-Satz 1608279, vielleicht auch noch die große Schelle 856308“, knurrt Manser mit einer Stimme, die wie mahlender Kies klingt. Er lenkt den Wagen mit einer Hand, während er mit der anderen nach einer wehrlosen Rentnerin am Straßenrand greift, die gerade noch ihren Rollator in Sicherheit bringen kann. „Dann gucken wir mal, ob wir nochmal nach Rendsburg fahren. Jetzt erstmal zu Heinzi.“
Jerry nickt gar nicht richtig. Er tastet heimlich in seiner Tasche nach einer Postkarte, die er im Autolager bei Gettorf mitgehen lassen hat. Auf der Rückseite prangt ein verblichenes Bild der Rendsburger Schaub. Wenn er es nur in die Stadt schafft, um ein Postamt oder einen Briefkasten zu finden... Ein Gruß aus dem echten Norden, direkt ins ferne Bayern, zu seiner Königin der wilden Tiere.
Manser biegt mit quietschenden Reifen auf Heinzis Schrottplatz ab. Der Platz liegt direkt am Kanal, umgeben von Bergen aus Altmetall. Heinzi, ein hagerer Mann mit einer ölverschmierten Latzhose und einer dicken Hornbrille, steht schon bereit.
„Manser! Jerry!“, ruft Heinzi gegen den Wind an. „Der Kadett-E-Endtopf liegt hinten bei den Achsen. Originalteil, Nummer 852935. Hab ihn extra für euch zurückgelegt.“
Manser steigt aus, die Federn des Mercedes ächzen erleichtert. Sofort breitet sich ein riesiger Schwarm seiner berüchtigten Fliegen über dem Schrottplatz aus. „Zeig her, Heinzi. Und wehe, die Schellen fehlen! Wenn du mich verarschst, setze ich dir was auf den Altar, das du nie wieder vergisst!“
Während Manser und Heinzi in einer hitzigen, unflätigen Verhandlung über den Preis der großen Schelle 856308 versinken und Manser wild mit den Armen fuchtelt, sieht Jerry seine Chance. Er schleicht sich leise hinter einem Turm aus alten Opel-Türen vorbei. Borgstedt ist nicht weit von Rendsburg entfernt. Wenn er die Bahngleise nimmt, könnte er es rechtzeitig schaffen, bevor Manser das Fehlen seines „Königs“ bemerkt.
Jerry rennt los, die Postkarte fest an die Brust gepresst. Seine Gedanken fliegen zu Annika The Pryle. „Ich schreibe dir aus der Schauburg, meine Prinzessin“, murmelt er im Laufen.
Doch hinter ihm auf dem Schrottplatz verstummt plötzlich das Feilschen. Manser blickt sich um. Seine Augen verengen sich zu Schlitzen, als er Jerrys Silhouette in der Ferne Richtung Rendsburg jagen sieht.
„Romantik...“, speit Manser voller Abscheu aus und verpasst einem unschuldigen, alten Auspuffrohr einen heftigen Tritt. „Er will wieder zu dieser Pryle aus München flüchten! Nicht in meiner Schicht!“ Er greift sich den schweren Endtopf 852935, wirft ihn wie eine Keule auf die Rückbank des Mercedes und brüllt seinen Fliegen zu: „Ausschwärmen! Holt mir den König von Mettenhof zurück, bevor er eine Briefmarke anleckt!“
Der Motor heult auf. Die Jagd auf der Straße nach Rendsburg ist eröffnet, während Jerry verzweifelt versucht, den roten Backsteinbau der Schauburg zu erreichen, um seine Botschaft der Liebe abzusenden.
Der Mercedes 190 schießt mit johlendem Motor über die Abkürzung bei Büdelsdorf. Manser kennt kein Erbarmen mit dem Getriebe, während seine Genital-Fliegen wie eine schwarze Vorhut den Himmel verdunkeln. Jerry, der gerade völlig außer Atem den Parkplatz des Rendsburger McDonald’s erreicht hat und sehnsüchtig in Richtung der nahen Schaub. blickt, starrt fassungslos auf den Wagen. Die Reifen quietschen, eine Staubwolke wirbelt auf, und Manser reißt die Fahrertür auf.
„Jetzt reicht's!“, schreit Manser so laut, dass die Fensterscheiben des Fast-Food-Restaurants erzittern. Der Gestank von 40 Jahren ohne Dusche walzt über den Parkplatz. „Ich hab dem Werkstatt-Meister unserer Firma gesagt, dass wir als einzige Lageristen mal kurz gemeinsam weg müssen. Ich hätte dich auf Lager lassen sollen!“
Jerry presst die Postkarte der Schaub. verzweifelt an seine Mettenhof-Königsjacke. „Aber Manser, die Postkarte für Annika The Pryle...“
„Halt dein Maul mit deiner Romantik!“, brüllt der falsche Priester und schlägt mit der Faust aufs Lenkrad. „Der Meister macht übrigens gerade unseren Job und du und ich: Wir wissen, dass der nichts drauf hat! Er wird unser Lager frontal durcheinander bringen! Der findet doch nicht mal den Unterschied zwischen einer Mettenschraube und einer Zylinderkopfdichtung! Wenn der an die Opel-Teile geht, ist Polen offen!“
Manser deutet mit einem fetten, ölverschmierten Finger auf den Beifahrersitz. „Also steig wieder ein, ich hab den Topf! Wir müssen zurück aufs Lager!“
Gegen die pure, sadistische Gewalt von Manser hat der König von Mettenhof in diesem Moment keine Chance. Mit hängenden Schultern und Tränen der Sehnsucht in den Augen steigt Jerry in die stinkende Höhle des Mercedes. Der Endtopf „852935“ und der Schellen-Satz liegen schwer und kalt im Fond. Manser wendet den Wagen mit einem rücksichtslosen Manöver, jagt zurück über die Bundesstraße und lässt Rendsburg und die Schaub. im Rückspiegel zurück. Die Sache mit dem Kino ist für heute vorerst gegessen.
Wenig später rollt der Wagen wieder auf den Hof des Autolagers nahe Gettorf. Und Mansers Prophezeiung bewahrheitet sich sofort: Der Meister steht völlig hilflos zwischen den Regalen, hält eine falsche Auspuffhalterung in der Hand und hat bereits die Kisten mit den Kadett-E-Teilen komplett vertauscht. Das totale Chaos. Manser flucht, schnappt sich den Schellen-Satz 1608279 und fängt sofort an, den Meister lautstark zu demütigen, während er ihm mit einer Tracht Prügel droht.
Jerry nutzt das Durcheinander. Er schleicht sich an seinen geliebten Packtisch im hinteren Teil des Lagers. Das Kino hat er verpasst, aber seine Liebe zu Annika The Pryle lässt sich nicht von einem sadistischen Priester einsperren.
Er nimmt die Postkarte der Schaub., seinem Lieblings-Kino, heraus. Er hat zwar keine Briefmarke, aber er hat etwas viel Besseres: die unendliche Leidenschaft eines königlichen Schraubers. Jerry tunkt seinen Daumen tief in eine frische Wanne mit schwarzem, glänzendem Motorenöl. Mit klopfendem Herzen drückt er seinen Daumen genau auf die Textzeile „In ewiger Liebe, dein Jerry“ und hinterlässt einen perfekten, tiefschwarzen Kuss aus Öl auf dem Papier.
Er weiß, wenn der Postbote dieses Schreiben nach München bringt, wird Annika den Duft von legendären Opel-Teilen und echter Mettenhofer Romantik riechen.
Manser brüllt derweil von vorne: „Jerry, wo bleibst du?! Bring die große Schelle 856308, sonst fress ich den Meister auf!“
Fortsetzung folgt.
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