Manser und ich hielten es nicht mehr aus. Der Frühling stand vor der Tür. Ich fuhr mit dem Fahrrad von Mettenhof über Melsdorf nach Stampe. Dort hatte Frau Meier, die war übrigens auch Kundin in unserer KFZ-Werkstatt, Eier und Milch vorne stehen.
Manser wollte ich dieses mal nicht dabei haben, denn ich weiß ja, dass er auf die Ur-Enkelin der Familie steht. Das war jetzt ein Joke, aber er dreht bei der Enkelin ab.
Frau Meier flippte ab: "Ah. Der Herr König. Was verschafft mir diese Ehre?" Sie lachte etwas dabei. Ich nur: "Manser ist nicht mitgekommen, aber ich hätte gerne zwei Liter Milch und ein paar Eier, Frau Meier. Ist Herr Uly The G. gerade im Dorf?"
In diesem Moment tauchte der G. auf. Ein widerlicher Ex-Musiklehrer, bösartig, selbstverliebt, unmusikalisch und vor allem ein Melodien-Dieb. Er hatte mir in 30 Jahren alle Melodien gestohlen und damit sogar Geld verdient.
Ausserdem hat er eine dämlich junge Freundin. Die hat er übrigens sozusagen von der Straße geholt. Widerlich. Und eine Froschfresse dazu. Wir dürfen nicht vergessen, dass Uly sich an maritimen Tierchen vergeht. Er wird nicht umsonst "Der Fischbimmser" genannt.
Natürlich konnte ich mich jetzt nicht so wehren wie wenn Manser dabei wäre, aber ich pinkelte Uly auf seine hässlichen Schuhe, bezahlte dann und fuhr weiter.
Es war smart.
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